Daunendecke waschen

In diesem hilfreichen Ratgeber ist alles darüber zusammengefasst, wie eine Daunendecke auch Zuhause fachmännisch gewaschen werden kann. Tipps zu Waschmittel, Temperatur und Trockner inklusive.

Wie kann man eine Daunendecke waschen und trocknen?


Die Frage, ob man Daunenbetten reinigen kann, wird besonders häufig gestellt. Während früher propagiert wurde, dass eine Decke oder ein Kissen aus Daunen am besten vom Profi gereinigt werden müsse, haben wir heute andere Antworten: Ja, Sie können Ihre Daunendecke (und natürlich ebenso das Daunenkissen) auch zu Hause in der Waschmaschine waschen – und im Trockner trocknen! Wenn also ein paar Flecken auf der Bettdecke landen, brauchen Sie keine Reinigung aufzusuchen, auch im eigenen Haushalt kann man eine Daunendecke wieder strahlend weißwaschen und Flecken entfernen. Damit die Bettdecke dabei nicht nur sauber wird, sondern auch herrlich weich und bauschig bleibt, gibt es ein paar Tipps und Tricks zum Waschen, die wir von Dormando in diesem Ratgeber rund um die richtige Reinigung für Sie zusammengefasst haben. Daunen sind ein wunderbares Naturprodukt, das bei entsprechender Pflege auch äußerst langlebig ist. Damit eine Bettdecke oder das Kissen möglichst lange ihren Zweck in Ihrem Schlafzimmer erfüllt, haben wir eine kleine Übersicht für Sie zusammengestellt. Denn eine Daunendecke zu waschen ist wirklich nicht so kompliziert, wie man vielleicht meinen könnte. So kann man leicht einen Betrag zur hygienischen Langlebigkeit der Bettdecke leisten. Doch beginnen wir ganz am Anfang…

Daunendecken waschen: Grundlagen


Das Füllmaterial für Daunendecken stammt von Gänsen oder Enten. Deren Unterkleid besteht aus zarten, plusterigen Federn, die eine stark verästelte Struktur aufweisen. Dadurch können sie besonders viel Luft einschließen und dienen so der Wärmeisolation in Bettdecken. Weil Daunen im Gegensatz zu Federn noch keinen deutlich ausgeprägten Kiel haben, sind sie zudem schmuseweich – ideale Voraussetzungen also für eine richtig kuschelige Bettdecke. Im Kissen findet sich oft eine Mischung aus Daunen und Federn, da Federn eine größere Stützkraft haben. Ein reines Federkissen hingegen ist meist unangenehm hart.

Übrigens: je weiter in nördlichen Gefilden die Tiere beheimatet sind, desto besser ist naheliegender weise auch das Wärmevermögen ihrer Daunen. Gänsedaunen sind etwas größer und bauschiger als Entendaunen – und damit hochwertiger. Mit einer Ausnahme: Die edelsten Daunen der Welt stammen von der isländischen Eiderente. Eine Eiderdaunendecke hält bei minimalem Gewicht wirklich unübertroffen warm, weil die extrem zarten Federchen im Inneren wunderbar zusammenkletten und so quasi eine Art Vlies bilden. Eine Bettdecke mit Eiderdaunenfüllung ist damit ein ganz besonderer Komfort und ihr Geld wert. Luxuriöse Eiderdaunendecken sollten auf jeden Fall in die Reinigung gegeben werden – diese Artikel sind definitiv zu sensibel und nicht Zuhause waschbar.

Generell werden Daunendecken meist als Kassettendecke angeboten. Im Unterschied zur Steppdecke, bei der das Füllmaterial sich über die gesamte Breite verteilt und dann durch Absteppen fixiert wird, besteht die Kassettendecke aus separaten Kammern mit einer bestimmten Menge an Daunen (und gegebenenfalls einem gewissen Anteil Federn) darin. Dies hat den Vorteil, dass die Füllung nicht als Ganzes in den Bettdecken verklumpen kann und sich leicht wieder aufschütteln lässt. Auch beim Waschen sind Steppbetten von Vorteil. In Bettdecken für den Sommer ist weniger Füllung als in Produkten für den Winter. Aufschütteln mag für den Alltag genügen, denn Daunen besitzen sehr gute Selbstreinigungskräfte – doch wie soll man vorgehen, wenn es so weit ist, dass man die Decke aus Daunen waschen muss?

Daunendecke waschen: Wie oft?


Wie bereits gesagt ist ein Daunenbett zum großen Teil selbstreinigend und der Kontakt mit Wasser nicht so oft nötig wie bei manch anderen Bettwaren. Auf jeden Fall sollte es aber zur allmorgendlichen Routine gehören, die Decke gut auslüften zu lassen, damit Feuchtigkeit wie etwa Nachtschweiß schnell trocknen kann. Ausgiebiges Lüften ist für Matratze und Bettdecke eine wichtige Voraussetzung für gute Hygiene. Danach die Daunendecke kräftig aufschütteln; so lockern sich die Daunen auf, sind wieder schön voluminös und damit auch wärmend. Am besten sollten Sie Ihre Bettdecke so täglich behandeln, dasselbe gilt auch für das Daunenkissen.

Dass sich jedoch im Laufe der Jahre Hausstaubmilben im Federbett ansammeln, ist leider unumgänglich. Die kleinen Spinnentiere sind ständige Begleiter in unseren Haushalten und ernähren sich zum Beispiel von abgestorbenen Hautschuppen. Weil Hausstaubmilben Allergien auslösen können und die Gesundheit bedrohen, sollte man Daunendecken und -kissen in regelmäßigen Abständen waschen, um die Allergene restlos zu entfernen. Außer bei akuter Verschmutzung (oder eben bei bestehender Hausstaubmilbenallergie) raten Experten, eine Daunendecke oder ein -kissen spätestens alle ein bis zwei Jahre gründlich in der Waschmaschine zu waschen.

Daunendecke waschen: Waschmaschine ja oder nein?


Wie Sie Ihre Daunendecke selbst zuhause reinigen können, hängt davon ab, ob sie eine ausreichend große Waschmaschine und einen Trockner besitzen. Zudem sollten Sie das Pflegeetikett der Bettdecke beachten. Auf dem Etikett sind Wäschezeichen mit denen der Hersteller wichtige Hinweise zu der allgemeinen Waschbarkeit der Produkte gibt. Damit das Material der Füllung nicht leidet, sollte man Daunendecken immer separat waschen. Doch die Wäsche selbst ist natürlich erst die halbe Miete – danach stellt sich das Problem, die Decke und die Kissen gut und schonend zu trocknen. Lassen Sie Ihre Daunendecke bitte nicht einfach nur an der frischen Luft und schon gar nicht in der prallen Sonne im Sommer auf dem Balkon oder im Garten trocknen. Auf dem altgedienten Wäscheständer dauert es viel zu lange, bis eine Daunendecke wirklich komplett trocken ist. Dies ist jedoch oberstes Gebot, um Schimmelbildung in der Bettdecke zu vermeiden. In der Sonne wiederum heizt sich eine Daunendecke zu stark auf (im Inneren der Bettdecken können dabei bis zu 70° Grad entstehen), was den zarten Federn ihren natürlichen Fettfilm raubt und sie brüchig macht. Wenn Sie also Ihre Daunendecke waschen und trocknen wollen, ohne dass sie an Flauschigkeit einbüßt oder sonst irgendwie Schaden nimmt, sind Waschmaschine mit Wollwaschprogramm sowie der Gang in den Trockner Pflicht. Falls Ihnen keine Waschmaschine oder kein Trockner zur Verfügung stehen, können Sie in einer Reinigung oder einem Bettenfachhandel Ihre Daunendecke waschen lassen. Preis und Kosten variieren je nach Reinigung und Aufwand.

Daunendecke waschen: Waschmittel und wieviel Grad?


Vor der Reinigung in der Waschmaschine hilft natürlich immer zunächst ein Blick auf das Waschetikett des Herstellers. Beachten Sie die Angaben zur Bettdecke ganz genau. In der Regel können Federbetten heutzutage problemlos bei 40-60°C in der Maschine gewaschen werden, denn die modernen Geräte sind inzwischen viel schonender geworden als noch vor Jahren. Um eine Daunendecke zu waschen, ist das supersanfte Wollprogramm am besten geeignet. Verwenden Sie auf jeden Fall ein geeignetes Waschmittel. Das mindeste ist ein Feinwaschmittel; Vollwaschmittel ist für Daunen zu aggressiv und zerstört bei der Wäsche ihren natürlichen Fettfilm. Bei Weichspüler ist es genau umgekehrt, er ist bei Daunendecken wiederum zu viel des Guten und lässt die zarten Flaumfedern unschön verkleben, es bilden sich Klumpen. Deshalb der Tipp: wer auf der sicheren Seite sein will, sollte zu einem speziellen Woll- oder Daunenwaschmittel greifen. Diese Waschmittel enthalten rückfettende Substanzen in optimaler Dosierung und stärken den Grundbaustoff, den Daunen und Wolle gemeinsam haben – das Keratin.

Daunendecke waschen: Trocknen, aber wie?


Ist sie fertig gewaschen, kommt die Daunendecke in den Trockner – zunächst für 45 Minuten bei mittlerer Temperatur. Schütteln Sie das Federbett danach richtig gut auf, um die möglicherweise immer noch durch das Wasser verklebten Daunen voneinander zu lösen. Geben Sie die Decke für weitere 20 Minuten in den Wäschetrockner – am besten zusammen mit ein paar sauberen Tennisbällen. Der Tennisball wird beim Schleudern in der Trommel zu einem praktischen Hilfsmittel, das die Füllung perfekt auflockert und zudem den Trocknungsprozess von Decke oder Kissen verbessert. Mit diesem Trick können Sie einen wertvollen Beitrag zum Wärmevermögen der Decke leisten. Wiederholen Sie die Trockengänge à 20 Minuten so oft, bis die Bettdecke vollständig trocken ist. Dies kann durchaus drei oder vier Wiederholungen erfordern. Wenn Sie eine Daunenbetten waschen, sollten Sie also genügend Zeit einplanen. Allerdings steht das Prozedere ja zum Glück auch nicht alle Tage an. Mit den Tipps und Tricks von Dormando können Sie sicher sein, dass Ihre Daunendecke im wahrsten Sinne des Wortes in neuem Glanz erstrahlt, nämlich hygienisch sauber, gepflegt und flauschig-weich ist. Und Sie sehen: mit ein bisschen Hintergrundinformation und Wissen kann wirklich jeder sein Daunenbett waschen!

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