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Hausstaubmilbenallergie - Was tun?

Der Weg zurück zu
einem milbenfreien Bettklima
Inhaltsverzeichnis
  • Medikamente gegen Hausstaubmilbenallergie?
  • Das eigentliche Problem: Feuchtigkeit und Wärme
  • Symptome bei Hausstaubmilbenallergie
  • Hausstaubmilben – überall zu finden
  • Hygiene im Schlafzimmer und das Bettklima
  • Hilfe bei Hausstaubmilbenallergie - Auslüften und waschen
  • Ein geeignetes Bett bei Hausstaubmilbenallergie
  • Hausstaubmilbenallergie: Matratze und Bezug sind das A und O
  • Die richtige Bettdecke und das perfekte Kopfkissen bei Hausstaubmilbenallergie
  • Überblick zur Hausstaubmilbenallergie: Was hilft gegen Hausstaubmilbenallergie?

Medikamente gegen Hausstaubmilbenallergie?

Es gibt einige Formen von Allergien. Tierhaarallergie, Pollenallergie oder eben die Hausstaubmilbenallergie. Heutzutage leidet bereits jeder zehnte Deutsche unter dieser speziellen Milben-Allergie. Der Hausstaubmilbenallergie im Vergleich zu den beiden erstgenannten nicht so leicht beizukommen, da die Allergie weder vom Wetter abhängig ist noch auf direkt externe Merkmale wie Haustiere zurückzuführen ist. Denn Hausstaubmilben sind Teil unser aller Schlaflandschaft (vor allem fühlen sie sich natürlich auf, beziehungsweise in der Matratze wohl), somit birgt jeder Haushalt das Risiko einer Hausstaubmilbenallergie. Die Hausstaubmilbenallergie zählt zu dem Allergie-Typ I, welcher ca. 90% aller Allergien ausmacht. Bei Allergie-Typ I handelt es sich um einen sog. Soforttyp, d. h. die allergische Reaktion tritt direkt nach dem Kontakt mit den Allergenen – dem Allergieerzeuger – auf. Es ist derzeit noch strittig, welche Ursachen dazu führen, dass der Mensch überhaupt unter einer Allergie leiden kann. Man vermutet, dass es in erster Linie erblich bedingt ist, doch auch Umwelteinflüsse und der Lebensstil spielen eine Rolle beim Entwickeln einer Allergie. Fakt ist, dass durch eine veränderte Herangehensweise an das Thema gesunder Schlaf einiges zu einer Verbesserung der Hausstaubmilbenallergie beigetragen werden kann, auch wenn es sich dabei eher um eine Vermeidung der Allergene als eine tatsächliche Therapie handelt. Die Allergene befinden sich übrigens nicht in den lebenden Milben, sondern in deren Kot. Der Kot ruft bei Kontakt, insbesondere natürlich beim Einatmen, eine allergische Reaktion hervor, da das Immunsystem auf die eigentlich unbedenklichen Substanzen heftig reagiert und der Körper bestimmte Antikörper als Abwehr einsetzt. Diese Überreaktion des Immunsystems ruft im Grunde die Beschwerden der Allergie hervor. Die Hausstaubmilbenallergie wird fälschlicherweise oft auch als Hausstauballergie bezeichnet. Allerdings reagiert der Körper nicht per sé allergisch gegen Hausstaub, sondern gegen den Kot der Hausstaubmilbe. Auf diese Weise entsteht dann eine Hausstaubmilbenallergie. Medikamente werden nur zur Behandlung der allergischen Symptome angeboten, eine wirksame Therapie der Allergie wurde noch nicht entwickelt. Nach Erkrankung kann man also nur versuchen, die Ansammlung an Allergenen möglichst gering zu halten. Bevor der Körper überhaupt eine Allergie entwickelt, können Präventivmaßnahmen helfen, das Entstehen zu verhindern. Eine Hausstaubmilbenallergie bei Kindern kann auf diese Weise vorgebeugt werden, denn ihr Immunsystem ist nämlich besonder anfällig für Allergene.

Das eigentliche Problem: Feuchtigkeit und Wärme

Eigentlich würden Haustaubmilben sich gar nicht in unseren Schlafzimmern aufhalten, ihr Hauptnahrungsmittel, unsere Hautschuppen, sind für die winzigen Milben zu groß. Haustaubmilben brauchen deshalb einen Helfer, um ihr bevorzugtes Lebensmittel zu verzehren. Und das ist ein bestimmter Schimmelpilz mit Namen Aspergillus niger, der die Hautschuppen aufspaltet, so dass sie klein genug zum Verzehr für die Milben sind. Dieser Schimmelpilz ist also quasi die Vorraussetzung für die Entwicklung einer Hausstaubmilben-Population. Ist er nicht im Schlafzimmer vorhanden, kommen die Milben gar nicht erst und die Allergie wird nicht deutlich. Damit sich Schimmel bildet, braucht es natürlich Feuchtigkeit und Wärme, daher sind Stockflecken oder jede andere Konzentration von Nässe ein idealer Nährboden. Im Normalfall bilden sich Stockflecken vor allem dort, wo keine ausreichende Belüftung ermöglicht wird, also beispielsweise an der Matratzenunterseite, wo die Matratze auf dem Lattenrost aufliegt, vor allem bei Betten mit Bettkasten. Da auch die Hausstaubmilben sich in einem warmen und feuchten Klima am ehesten wohl fühlen, ist es ratsam, das Schlafzimmer durchgängig kühl und trocken zu halten. Experten sprechen von idealen Verhältnissen bei einer Luftfeuchtigkeit unter 60% und einer Raumtemperatur von weniger als 20°C, um die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer Hausstaubmilbenallergie zu senken. Dies ist natürlich auch eine wirksame Behandlung, wenn man allergisch auf die Haustaubmilben-Allergen reagiert.

Gegen Hausstaubmilbenallergie - Unsere Empfehlungen:

 

Symptome bei Hausstaubmilbenallergie

Symptome einer Hausstaubmilbenallergie ähneln im großen Maße den Heuschnupfen-Symptomen: verstopfte bzw. laufende Nase, gerötete Augen, Kribbeln im Rachen, Husten. Bei Menschen, die über Jahre den Hausstaubmilben ausgesetzt sind, kann aus einer harmlosen Hausstaubmilbenallergie ein chronisches Leiden wie Asthma werden. Im Gegensatz zu Heuschnupfen, dessen Auslöser Pollen sind, treten die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie in solch einem Fall nicht bloß im Frühling und Sommer auf, sondern auch im Herbst und Winter. Der Kot zerfällt dann nämlich aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit zu Staub und wird bei jeder Bewegung aufgewirbelt, die Allergie wird teils sogar noch schlimmer. Auch ein pfeifendes Geräusch während des Atmens deutet auf eine Hausstaubmilbenallergie hin. Besonders stark bemerkbar wird dies bei körperlicher Anstrengung, etwa beim Sport. Auch wenn die Anstrengung nur von kurzer Dauer ist, die Beschwerden der Hausstaubmilbenallergie flachen erst nach knapp einer Stunde wieder ab.

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Hausstaubmilben – überall zu finden

In jedem Haushalt finden sich Hausstaubmilben, sie sind kein Zeichen fehlender Hygiene. Ob Milben im Bett, in Kuscheltieren oder in Teppichen, Hausstaubmilben lassen sich nie ganz vermeiden. Ihr Grundnahrungsmittel besteht aus den toten Hautschuppen des Menschen, die natürlich überall zu finden sind, wo wir uns aufhalten. Immerhin verliert der Mensch am Tag 0,5 bis 1 Gramm Hautschuppen. Das hört sich nicht viel an, aber ein Viertelgramm reicht aus, um Tausende Milben über Wochen zu ernähren. Sie sind mit dem bloßen Auge kaum erkennbar, sie werden nur 0,1-0,5 mm groß. Der Kot der Hausstaubmilben, beziehungsweise ein bestimmtes darin enthaltenes Eiweiß-Enzym ist der Grund für die Hausstaubmilbenallergie, denn er wird von uns als Staub eingeatmet und ruft die Hausstaubmilbenallergie hervor. Bevorzugtes Habitat der Staubmilben ist unser Bett, da es ihr Wärme und Feuchtigkeit spendet, welche wir abgeben. Wie in diesem Artikel über nächtliches Schwitzen im Schlaf beschrieben, geben wir alle eine ordentliche Menge an Feuchtigkeit ab. Da wir ihnen darin die ganze Nacht über ausgesetzt sind, sind die Beschwerden der Hausstaubmilbenallergie morgens am größten.

Staubmilben entfernen? - Hygiene im Schlafzimmer und das Bettklima

Regelmäßiges Lüften fördert den Luftaustausch. Feuchte, warme Luft gelangt nach außen und wird durch trockene, kühle Luft ersetzt. Bei einer Hausstaubmilbenallergie wird empfohlen, dreimal täglich zu lüften. Topfpflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Raum und sind im Schlafzimmer von Allergikern fehl am Platz. Überdies bieten sie eine Brutstätte für die angesprochenen Schimmelpilze, sollten bei bestehender Allergie also aus dem Schlafzimmer entfernt werden. Jede Art von Bodenbelag ist bei einer Hausstaubmilbenallergie sowohl von Vorteil als auch von Nachteil. Teppiche beispielsweise binden den Hausstaub, welcher sich jedoch mitunter nicht mit einem Staubsauger lösen lässt, somit bildet er einen potentiellen Verursacher für eine Hausstaubmilben-Allergie. Laminat, beziehungsweise Parkett und Fliesen lassen sich leichter reinigen, dafür wird auf ihnen liegender Staub bei jeder Bewegung gleich aufgewirbelt. Deshalb sollte man bei einer Hausstaubmilbenallergie Laminat, Parkett und Fliesen regelmäßig saugen und nass wischen. Beim Staubsauger sollte man darauf achten, dass dieser einen Feinstaubfilter beinhaltet, denn dieser filtert den mikroskopisch kleinen Hausstaubmilbenkot im Gegensatz zu einem handelsüblichen Staubfilter effizienter. Noch besser gegen Hausstaubmilben wirkt ein Dampfreiniger, der eine Temperatur von über 60°C erreicht, dieser tötet die Milben effizient ab. Wichtig ist hierbei direkt danach den Boden zu trocknen. Von langen Gardinen im Schlafzimmer ist ebenfalls abzuraten, ebenso von Plüschtieren, da diese als Staubfänger häufige Auslöser für eine Hausstaubmilbenallergie oder für allergische Reaktionen sind. Ein weiterer sinnvoller Tipp ist, das An- und Ausziehen nach dem Duschen im Badezimmer zu erledigen, denn dabei verliert man die meisten Hautschuppen.

Hilfe bei Hausstaubmilbenallergie - Auslüften und waschen

Encasings, also spezielle milbenabweisende Bezüge für die Matratze sind für alle Menschen mit Hausstaubmilbenallergie zu empfehlen. Sie erschweren den Milben den Zugang zu den Hautschuppen des Menschen. Es empfiehlt sich allerdings bei allen Komponenten des Schlafzimmers auf ein paar einfache Dinge zu achten, um einer Haustaubmilbenallergie vorzubeugen oder einer bereits bestehenden Allergie zu entgegnen. Hier sind ein paar einfache Tipps und Empfehlungen, die nicht nur für Allergiker geeignet sind, sondern für alle, die gesunden Schlaf schätzen und Ihre Gesundheit schützen wollen. Da es keine Hausstaubmilbenallergie-Therapie oder Behandlung gibt, die wirksam und bewiesenermaßen bei einer Allergie helfen kann, handelt es sich bei den meisten Tipps um Präventationsmaßnahmen und Versuche, den Kontakt mit den Allergenen einzudämmen.

Eine Wäsche bei 60°C tötet die gesamte Hausstaubmilbenkultur ab, so wird der Bezug wird von allen Allergenen befreit. Zudem können spezielle Matratzen bei einer Hausstaubmilbenallergie helfen, je nach Material und Bezug. Kissen, Bettwäsche und Bettdecke sollten ebenfalls regelmäßig gereinigt und ausgetauscht werden, um eine Hausstaubmilbenallergie vorzubeugen. Empfohlen wird ein Mal wöchentlich. Unterstützt wird dieser Effekt, indem Kopfkissen und Bettdecke täglich ausgeklopft und gelüftet werden. Auf diese Weise bekämpft man effektiv eine Hausstaubmilbenallergie. Bettwäsche und Spannbettlaken sollten ebenfalls gelüftet werden. Letztlich spielt auch die Wahl des Bettes bei einer Hausstaubmilbenallergie eine tragende Rolle. Berücksichtigt man alle folgenden Hinweise und Empfehlungen, ist schon ein großer Schritt in Richtung Leben ohne Hausstaubmilbenallergie getan.

Ein geeignetes Bett bei Hausstaubmilbenallergie

Neben ausgiebigem Lüften des Schlafzimmer – idealerweise mehrmals am Tag im Abstand von ein paar Stunden – sollte auch das Bett ausreichend Bodenfreiheit bieten, damit Feuchtigkeit, die von der Matratze oder dem Matratzenbezug aufgenommen wird, auch wieder abgegeben werden kann. Ungeeignet sind Betten mit Bettkasten oder die allseits beliebten Boxspringbetten. Perfekt eignen sich Massivholzbetten, welche einen stabilen Rahmen besitzen, die Matratzenunterseite frei lässt und genügend Abstand zum Zimmerboden bieten. So ist sowohl nachts als auch tagsüber eine gute Belüftung des Bettes von oben und von unten möglich und ein trockenes Schlafklima gegeben. Patienten mit Allergie sind so geringeren Mengen des Allergens ausgesetzt und es kommt, wenn überhaupt, nur zu leichten allergischen Reaktionen. Bei Nicht-Allergikern kann so das Entstehen von Allergien, weil man großen Mengen der Allergene ausgesetzt schläft, verhindert werden. Besonders Kinder, deren Immunsystem schwächer als das von Erwachsenen ist, können so vor den mit der Allergie zusammen auftretenden Krankheiten geschützt werden.

Hausstaubmilbenallergie: Matratze und Bezug sind das A und O

Wichtig – wenn nicht entscheidend – ist der Matratzenbezug. Er sollte bei einer bestehenden Hausstaubmilbenallergie auch immer aller sechs bis acht Wochen gereinigt werden. Hier gibt es viele verschiedene Ausrüstungen und Materialien, die alle sehr unterschiedlich sind, aber alle sollen die Ansiedlung von Hausstaubmilben verhindern. An Materialien wird zum Beispiel Silber verarbeitet, aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung. Spezielle Ausrüstungen wie medicott oder Greenfirst sollen ebenfalls ein trockenes, frisches Schlafklima schaffen und Milben fernhalten. Die verwendeten Stoffe (meist Microfasern aus Polyester oder Polyacryl oder Baumwolle) sollten über ein gutes Feuchtigkeitsmanagement verfügen. Das heißt, dass sie einerseits viel Feuchtigkeit aufnehmen und andererseits diese auch schnell an die Umgebungsluft abgeben. Wenn der Bezug mit Tencel® (auch Lyocell®genannt) verarbeitet ist, ist dies ein weiterer Vorteil. Dieser Wunderstoff schränkt die Verbreitung von Hausstaubmilben nicht nur ein, er vermindert sogar ihre Population und kann somit helfen, die Symptome der Allergie einzuschränken. Zusätzlich wird dieser Stoff meist aus Eukalyptusholz aus ökologischem Anbau hergestellt. Die optionale Behandlung von Matratzen mit einem natürlichen ayurvedischen Wirkstoff aus dem Samen des Neem-Baumes wirkt prophylaktisch gegen Hausstaubmilben und hält ca. 2 Jahre vor. Besonders für Kindermatratzen lohnt sich eine solche Behandlung, um das Entstehen von Allergien zu verhindern. Doch auch die Wahl der richtigen Matratze ist bei einer Hausstaubmilbenallergie von großer Bedeutung. Zunächst einmal sollte die Matratze aus einem atmunsgsaktiven Material bestehen, wie beispielsweise Kaltschaum.

Kaltschaummatratze

Eine Kaltschaummatratze sorgt für einen guten Luftaustausch, da sie sehr offenporig ist. Ein gutes Beispiel für offenporigen Kaltschaum von höchster Qualität wären Werkmeister Matratzen.

Latexmatratze oder Naturlatexmatratze

Auch eignen sich für Allergiker klassische Latexmatratzen, da sie keine Feuchtigkeit aufnehmen, diese setzt sich stattdessen an den dünnen Luftkanälen ab und verdunstet dort im Laufe der Zeit, bzw. auch am Tage, gerät also nicht in die Matratze. Hier sind Naturlatexmatratzen zu empfehlen.

Federkernmatratze oder Taschenfederkernmatratze

Eine ausreichende Luftzufuhr ist für das Bett eines Menschen mit Allergie von zentraler Bedeutung. Federkernmatratzen, egal ob Bonellfederkernmatratzen oder Taschenfederkernmatratzen, bieten allein von der Konstruktion her einen sehr guten Luftaustausch (bei jeder Bewegung quasi), jedoch wird so natürlich auch Staub aufgewirbelt, was bei einer bestehenden Hausstaubmilbenallergie nicht gerade förderlich ist. Federkernmatratzen, die auch für Allergiker zu empfehlen sind, sind beispielsweise Rummel Matratzen.

Die richtige Bettdecke und das perfekte Kopfkissen bei Hausstaubmilbenallergie

Bis zu 80% des Bettklimas sind allerdings nicht von der oft gescholtenen Matratze abhängig, sondern von der Bettdecke. Insofern sollte diese auch über ein sehr gutes Feuchtigkeitsmanagement verfügen, denn wird entstehende Feuchtigkeit, beziehungsweise Wasserdampf schnell wieder an die Umgebungsluft abgegeben, kann sie gar nicht erst in die Matratze gelangen,es entstehen keine Stockflecken und so weiter. Außerdem ist eine gute Klimaregulierung wichtig, denn wem es zu warm ist, der schwitzt natürlich auch mehr. Grundsätzlich gibt es unter den Materialien, die für Bettdecken verwendet werden, keine, die für Menschen mit Hausstaubmilbenallergiker absolut ungeeignet wären. Hier ein kleiner Überblick über die verschiedenen Bettdecken-Arten.

Daunendecke

Das hartnäckige Gerücht, dass eine Daunendecke für Allergiker nicht in Frage kommt, entbehrt jeder Grundlage. Es kommt nämlich darauf an, dass das Inlett fein genug gewebt ist, dass Hautschuppen nicht rein können. Die meisten Decken sind heutzutage mit einem solchen Inlett ausgestattet und so für Menschen, die unter einer Allergie leiden, geeignet. Vermutlich hält sich das Gerücht schon so lange, weil es Daunendecken schon so lange gibt und sich daher das Bild von aufgewirbeltem Staub über einer Daunendecke aus Zeiten vor der Erfindung des Staubsaugers verankert hat. Wer aber die oben beschriebenen Hygiene-Empfehlungen fürs Schlafzimmer hält, kann auch als Allergiker ohne Einschränkungen eine kuschelige Daunendecke nehmen.

Microfaser-Bettdecke

Weitere Bettdecken, die in Frage kommen, sind natürlich Bettdecken aus Microfaser. Wie schon bei den Bezügen beschrieben, sind die verschiedenen Arten von Microfasern extrem dünn und haben eine sehr glatte Oberfläche, die Staubpartikeln so gut wie keine Möglichkeit lässt, haften zu bleiben. Außerdem verfügen sie über ein gutes Feuchtigkeitsmanagement und sind immer bis 60°C waschbar, manche sind sogar kochfest (bis 95° waschbar). Solche Modelle sind natürlich für Menschen mit Allergie ideal.

Naturbettwaren – z. B. Kamelhaardecke oder Kaschmirdecke

Naturbettwaren, die aus Tierhaar oder anderen ökologischen und nachhaltigen Materialien hergestellt sind, nutzen quasi die Ergebnisse der Evolution. Es handelt sich nämlich zum Beispiel bei einer Kamelhaardecke um das feine Flaumhaar, welches für die Temperaturregulierung bei Kamelen zuständig ist und diese sind immerhin Temperaturen von -20° bis +40° ausgesetzt. Dadurch sort Kamelhaar für eine optimale Klimaregulierung und verhindert eine Überhitzung. Während Menschen mit Tierhaar-Allergie natürlich Abstand von solchen Produkten nehmen sollten, sind Haustaubmilbenallergiker mit einer Kamelhaardecke gut ausgestattet.

Überblick zur Hausstaubmilbenallergie: Was hilft gegen Hausstaubmilbenallergie?

  • An- und Ausziehen besser im Badezimmer – dabei verliert man Hautschuppen
  • Kissenbezug und Bettbezug täglich ausklopfen und regelmäßig waschen
  • Bett ohne Bettkasten verwenden (Bodenfreiheit)
  • Milbenundurchlässige Bezüge etc. mit extra atmungsaktivem Material verwenden, bspw. Tencel/Lyocell
  • Atmungsaktive Matratzen verwenden.
  • Bettdecke mit gutem Feuchtigkeitsmanagement benutzen
  • Schlafzimmer täglich dreimal Lüften (Fenster auf, nicht nur kippen)
  • Schlafzimmer kühl und trocken halten
  • Bodenbelag im Schlafzimmer sauber halten
  • Keine Topfpflanzen im Schlafzimmer
  • Keine Staubfänger im Schlafzimmer, bspw. lange Gardinen, Plüschtiere
  • bei einer Hausstaubmilbenallergie Staubsauger mit Feinstaubfilter bzw. Dampfreiniger verwenden
  • Ggf. Atemschutzmaske verwenden
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