Was ist Schafschurwolle?

Schafschurwolle

Schafschurwolle

Schafschurwolle (oft auch als Schurwolle bezeichnet) stammt meist von Schafen aus Mittel- und Westeuropa. Ihre geschorene Wolle verfügt über eine hohe Elastizität und Strapazierfähigkeit, denn sie erholt sich immer wieder selbständig. Das hauchdünne Häutchen einer jeden Wollfaser – die Epicuticula – lässt Wasser ähnlich wie ein Lotusblatt als Tropfen abrollen. Die Fasern können Feuchtigkeit nur in verdunsteter Form aufnehmen. Somit verbessert Schafschurwolle das Raumklima erheblich und die Fasern werden zudem nie wirklich feucht. Aufgrund dieser Schurwolle Eigenschaften eignet sich der Stoff auch gut für eine große Palette an Outdoor- und Funktionskleidung. Auch für Bekleidung für Kinder und Erwachsene wird das Material Schurwolle verwendet.

Ein besonders kostenintensiver Stoff ist die besonders feine Wolle der Merino-Schafe. Das Merino wird vor allem in Spanien gehalten, es gibt aber auch Rassen die in Deutschland gezüchtet werden. Australien und Neuseeland sind, wie bei anderen Rassen auch, bei Merinowolle die größten Weltproduzenten. Seit dem späten Mittelalter ist die Produktion von Schurwolle aber auch für England besonders wichtig. Besonders beliebt ist die Merino Schafschurwolle Bettdecke.

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Welche unterschiedlichen Schafschurwollen gibt es?

Die Wasseraufnahmefähigkeit von Textilien aus Schafschurwolle beträgt bis zu ca. 30% des Eigengewichts, wodurch die Stoffe im Sommer kühl bleiben. Durch die leichte natürliche Kräuselung der Fasern kann die Wolle Luft einschließen und wirkt so wärmedämmend, hält also im Winter wunderbar warm. Des Weiteren wird bei Schafschurwolle zwischen drei Kategorien unterschieden.

  • Schafwolle stammt vom toten Schaf und beinhaltet nicht selten schädliche Rückstände vom Gerben oder Färben.
  • Reine Schurwolle stammt vom lebenden Schaf, wird aber oft chemisch gegen Mottenbefall behandelt.
  • 100% naturbelassene Schafschurwolle wird ebenfalls vom lebenden Tier gewonnen und ausschließlich mechanisch mit Seife behandelt, sodass der schützende Fettfilm auf der Faser erhalten bleibt. Nach der Schur liegt die Wolle als ein zusammenhängendes Stück Vlies vor, aus dem in der weiteren Herstellung und Verarbeitung Stoffe gewebt werden.

Beim Kauf sollten Sie auf die Bezeichnung der verwendeten Materialien achten, um sicherzustellen, dass Sie ein hochwertiges und chemisch nicht belastetes Produkt aus sicherer Herkunft erhalten.

Wie kann man Schafschurwolle waschen?


Da sie über eine hohe Selbstreinigungskraft verfügt, ist Schafschurwolle nicht in der Waschmaschine waschbar. Aggressive Seifen und Waschmittel zerstören den schützenden Film auf der Naturfaser. Reine Schurwolle waschen Sie am besten gar nicht, da der Schmutz sich nur oberflächlich absetzen kann, reicht meistens bereits kräftiges Schütteln. Bei Flecken hilft ein sanftes Wollwaschmittel, aber es gibt auch spezielle Waschmittel für Schurwolle. Gerüche lassen sich meistens durch einfaches Lüften effektiv entfernen. Bei hoher Qualität knittert Schafschurwolle kaum.

Wie warm hält Schurwolle?

Schurwolle ist ein allgemeiner Begriff für vom lebenden Tieren, bzw. Schafen gewonnene Wolle. Dabei kann die Schurwolle von verschiedenen Schafarten stammen, z.B. vom Lamm, Merinoschaf oder Shetlandschaf. Auch bei der Wolle von anderen Tieren spricht man manchmal von Schurwolle, wie z.B. von der Angoraziege oder dem Alpaka. Merinowolle gilt als besonders hochwertig und hält im Winter ausreichend warm. Durch die wasserabweisenden und klimaregulierenden Eigenschaften eignet sich Schafschurwolle besonders gut für Bettwaren, zum Beispiel für Bettdecken, Unterbetten, Matratzenauflagen und Matratzenschoner. Schurwolle Eigenschaften begünstigen ein gesundes Schlafklima und angenehme Temperaturen im ganzen Jahr. Besonders Menschen, die zu starkem Schwitzen im Schlaf neigen, profitieren von den Eigenschaften der Schurwolle und sollten Produkte aus der Naturfaser verstärkt nutzen.

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