NATURMATRATZE

25 Artikel

In absteigender Reihenfolge

25 Artikel

In absteigender Reihenfolge

Naturmatratzen - ökologisch, nachhaltig und langlebig


KapokNein, das bekannte Bett im Kornfeld ist nicht gemeint, wenn von einer Naturmatratze die Rede ist. Vielmehr handelt es sich um Matratzen aus ökologischen Materialien, die heutzutage eine Art Renaissance erleben, was angesichts weltweit wachsender Müllberge (die wohl zu einem gewissen Prozentsatz aus Komfort- oder Kaltschaummatratzen bestehen) sicherlich keine schlechte Sache ist. Diese Materialien sind vielfältig und unterschiedlich, manche sogar etwas exotisch, so mancher Naturmatratzen-Test zeigt aber die vielfältigen positiven Eigenschaften. Es gibt Naturmatratzen aus Rosshaar, Stroh, Kapok, Torf und anderen (sogar Seegras), vor allem aber werden Naturmatratzen aus Naturkautschuk beziehungsweise Naturlatex hergestellt. So verschieden die Zusammensetzungen und Eigenschaften dieser Materialien sind, eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind allesamt nachhaltig und komplett biologischen Ursprungs. Insgesamt sind allerdings nur etwa 2% der in Deutschland verkauften Matratzen Naturmatratzen.

Ökologische Rohstoffe als Grundlage für Naturmatratzen



NaturmatratzeDas größte Kontingent der Naturmatratze stellen selbstverständlich die Naturlatexmatratzen. Alle anderen Materialien sind entweder sehr aufwendig zu beschaffen (Torf, Rosshaar), nur begrenzt zu verwerten (Seegras), schlichtweg zu selten oder legen einen langen Weg zurück und sind damit zu teuer (Kapok). Naturkautschuk hingegen ist schon lange bekannt und wird auch seit über hundert Jahren zur Herstellung von Gummi - vor allem für Reifen - verwendet. Mit Erfindung der Vulkanisation, also des Verfahrens, das den Übergang vom flüssigen Zustand in einen dauerelastischen schafft, gelang John Boyd Dunlop, dessen Name im von ihm gegründeten Reifenhersteller Dunlop weiterlebt, ein wahrer Quantensprung. Mit dem Aufstieg der chemischen Industrie wurden die Verfahren zur Aufschäumen von Latex vor allem beim Dunlop-Ableger Dunlopillo Matratzen in Hanau immer weiter verfeinert. Schließlich wurden unter dem Einfluss von zwei Weltkriegen (die verschiedene Staaten von ihren Kolonien und anderen billigen Rohstoffquellen abschnitten) die aufkommenden Naturlatexmatratzen, die schon auf einigen Luxus-Kreuzfahrtschiffen ihren Platz gefunden hatten, nach und nach von synthetischen Latexmatratzen ersetzt. Zur Federkernmatratze, sozusagen einem Gründungsmitglied der Matratzenzunft, kam dann im Laufe der 80er/90er-Jahre noch die Kaltschaummatratze und ein paar Weiterentwicklungen wie Visco-Matratze und Gelmatratze so dass der Anteil von Naturmatratzen im Markt heute verschwindend gering ist.

Naturlatexmatratzen: die stillen Königinnen der Matratzen


NaturlatexDa sie aus ökologischen Gesichtspunkten allerdings nicht zu schlagen sind (der Energieverbrauch bei der Herstellung einer Naturlatexmatratze beträgt nur einen Bruchteil von dem, was bei einer Kaltschaummatratze aufgewendet werden muss) aber auch nicht zuletzt dank ihrer vielen Vorteile ist diese Natur-Matratze wieder im Kommen. Zum einen besitzen Naturlatexmatratzen ein sehr hohes Raumgewicht (manche schaffen bis zu 100 kg/m³), was sie zwar schwer und nicht gerade handlich, aber eben auch äußerst formstabil macht. Das bedeutet, dass Latex Naturmatratzen sehr lange ihre ursprüngliche Form behalten und so mancher Naturmatratzen-Test zeigt, dass es so gut wie überhaupt nicht (wenn überhaupt, dann nach vielen Jahren) zur Kuhlen- oder Muldenbildung kommt. Außerdem büßen sie auch nach vielen Jahren kaum an Elastizität und Flexiblität ein. Damit zählen Natur-Matratzen zu den langlebigsten und dauerhaftesten Matratzen. Ein weiterer Vorteil ist die besonders hohe Punktelastizität. Naturlatexmatratzen bieten (eben auch wegen dem hohen Raumgewicht) ein optimales Verhältnis von Körperanpassung und -unterstützung und eignen sich daher für jedes Gewicht, jede Art von Körperbeschaffenheit und jede Schlafposition. Darüber hinaus zeichnen sich Naturlatexmatratzen durch eine hervorragende Druckentlastung aus, nehmen also tiefer einsinkende Körperpartien wie die Schulter eines Seitenschläfers weich auf und verteilen den Druck strahlenförmig.

Sind Naturmatratzen gute Allergiker-Matratzen?

Allergie

Das kommt darauf an, welche Allergie gemeint ist. Eine Rosshaarmatratze beispielsweise ist logischerweise für Tierhaar-Allergiker denkbar ungeeignet, auch bei Naturlatexmatratzen kommen oft Bezüge zum Einsatz, die mit Schafschurwolle versteppt sind. Fast immer gibt es für Allergiker aber die Möglichkeit auch einen normalen Drell-Bezug aus Baumwolle zu wählen. Allerdings sorgt die hervorragende Klimaregulierung von Schafschurwolle auch für ein angenehm trockenes Bettklima, was vor allem für Menschen, die stärker schwitzen von Vorteil ist. Grundsätzlich sollte man wie bei allen Matratzen auch bei Natur-Matratzen darauf achten, dass man eine Bettdecke mit guter Atmungsaktivität und gutem Feuchtigkeitsmanagement verwendet. So vermeidet man Hitzestauung, übermäßiges Schwitzen, Stockfleckenbildung und somit auch Schimmelbildung, welche schließlich die Vorraussetzung für die Ausbreitung von Hausstaubmilben ist. Die Ergebnisse von Naturmatratzen im Test zeigen natürlich auch immer wieder die Vorteile der antibakteriellen Eigenschaften von Naturlatexmatratzen auf.

Jetzt beraten lassen
Nach oben