Stoffarten

Wie wird aus einer Faser Gewebe?

Es gibt zwei Kategorien von Fasern aus denen ein Stoff bestehen kann: Naturfasern oder Chemie- bzw. Kunstfasern. Naturfasern können wiederum in pflanzliche und tierische Fasern aufgeteilt werden. Zu den pflanzlichen Fasern gehören Baumwolle und Leinen, während zu den tierischen Fasern Wolle und Seide zählen. Auch Chemiefasern lassen sich in zwei Klassen unterteilen: Cellulosefasern und synthetische Fasern. Cellulosefasern sind zum Beispiel Viskose, Modal und Acetat. Synthetische Fasern sind Polyamide, Polyacryl und Polyester.

Damit aus den Fasern ein Stoff oder ein Gewebe entsteht, gibt es drei verschiedene Herstellungsarten:

  • Filzen
  • Weben 
  • Stricken/Wirken

Man kann Stoffarten auf zwei verschiedenen Wegen Filzen, entweder trocken oder nass. Beim Trockenfilzen wird auf den lose zusammengelegten Rohstoff mit Nadeln eingestochen, damit durch das Einstechen Widerhaken im Material entstehen und es dadurch aneinander hängen bleibt. Beim Nassfilzen wird der Rohstoff in warmes Wasser getaucht und anschließend durch Schlagen und Hämmern zusammengestaucht.

Beim Weben werden Fäden längs und quer miteinander verbunden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Fäden miteinander zu verweben, man spricht von der Bindungsart. Je nach Bindung entstehen andere Stoffarten. Die drei bekanntesten Bindungsarten sind die:

  • Leinwandbindung
  • Köperbindung
  • Atlasbindung

Vom Stricken spricht man, wenn die Fäden durch Maschen miteinander verbunden werden. Es kann mit unterschiedlich vielen Nadeln und in verschiedenen Richtungen gestrickt werden. Während beim Stricken die Maschen nacheinander entstehen, werden beim maschinellen Wirken ganze Maschenreihen auf einmal produziert. Der Vorteil von gestrickten, bzw. gewirkten Stoffarten ist, dass diese ihre Elastizität behalten. Maschenwaren sind daher sehr beliebt.

Abschließend können Stoffe noch durch spezielle Verfahren veredelt werden, wie dem Mercerisieren oder Sanforisieren.

Welche Stoffarten gibt es?


Es gibt eine Vielzahl von Stoffarten und alle überzeugen mit ihren besonderen Eigenschaften. Hier eine kleine Auswahl an Stoffen, die vor allem ihre Anwendung bei Bettwäsche und Bettwaren finden.

Batist ist ein sehr feiner aber dichtgewebter Stoff. Zum Lexikonartikel Batist >

Biber ist ein weicher, kuscheliger Stoff mit ein- oder zweiseitig aufgerauten Flächen. Zum Lexikonartikel Biber >

Crepe Satin wird mit verdrehtem Garn hergestellt und erhält dadurch seine spezifische Oberfläche. Zum Lexikonartikel Crepe Satin >

Damast beeindruckt mit verschiedenartigen Mustern und Reflektionen, die durch die Webverfahren entstehen. Zum Lexikonartikel Damast >

Flanell ist ähnlich wie Biber ein aufgerauter Stoff, aber feiner. Zum Lexikonartikel Flanell >

Frottee hat sehr viele Schlinge und ist dadurch sehr Saugfähig. Zum Lexikonartikel Frottee >

Interlock-Stoff wird mit zwei Stofflagen angefertigt und ist daher strapazierfähiger. Zum Lexikonartikel Interlock-Stoff >

Jacquard ist die Bezeichnung für Stoffe mit aufwändig gewebten Mustern. Zum Lexikonartikel Jacquard >

Jersey ist ein typischer Wirkstoff der sehr elastisch ist. Zum Lexikonartikel Jersey >

Linon sieht Leinengewebe ähnlich, woher sich auch der Name abgeleitet hat. Zum Lexikonartikel Linon >

Mako-Satin ist eine hochwertigere Version vom einfachen Satin, der sich in der verwendeten Fadenlänge widerspiegelt. Zum Lexikonartikel Mako-Satin >

Perkal hat eine glatte dichtgewebte Struktur, die sehr strapazierfähig ist. Zum Lexikonartikel Perkal >

Renforcé schafft eine ideale Oberfläche zum Bedrucken. Zum Lexikonartikel Renforcé >

Satin hat eine glänzende Oberseite und eine matte Unterseite. Zum Lexikonartikel Satin >

Seersucker ist bekannt für seine kreppartige Struktur und wird gerne im Sommer verwendet. Zum Lexikonartikel Seersucker >

Nach oben